Von der Wirtschaftsunion zur politischen Kraft

Quelle: European Commission/ Audiovisual Services

Die EU ist das größte und erfolgreichste Friedensprojekt des europäischen Kontinents. Nach Jahrhunderten von Krieg und Elend herrscht nun bereits seit Jahrzehnten Frieden in Europa. Dieser Prozess ist historisch einzigartig!

Gründungsziel der Europäischen Union war die politische und wirtschaftliche Vereinigung der europäischen Staaten. Dazu wurde 1951 die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) 1951 gegründet. Damit sollten die Eckpfeiler der ehemaligen Rüstungsindustrien gemeinsam reglementiert werden um so den Wiederaufbau Europas einzuleiten.

Kohle als wichtiger Energieträger wurde jedoch mit der Zeit weniger relevant und von Erdöl/ Erdgas ersetzt. Aus diesem Grund wurde ein gemeinsamer Markt für alle Wirtschaftsgüter geschaffen. Dieser Markt war der Grundstein für den heutigen europäischen Binnenmarkt und führte zu mehr Handel, Kontakt und Austausch zwischen den europäischen Staaten. Was vorerst lediglich zu mehr wirtschaftlichen Abhängigkeiten führte, verstärkte mit der Zeit das Vertrauen unter den Mitgliedstaaten und die politische Integration Europas.

Mit der Etablierung des Euro und der Freizügigkeit im Schengenraum wurde der europäische Markt weiter gefestigt. Dieses förderte wiederum die Abhängigkeiten der Mitgliedstaaten und unterstützte ihre politische und wirtschaftliche Entwicklung.

Gründungsmitglieder der EGKS und der EWG (Europäische Wirtschaftsgemeinschaft 1957) waren die Benelux-Staaten, Italien Frankreich und Deutschland. Die Montanunion und die EWG zielten auf eine Angleichung der Wirtschaftspolitik in den Mitgliedsländern und die Schaffung eines gemeinsamen Marktes ohne Zölle und Subventionen. Damit wurde die wirtschaftliche Annäherung und Integration der Staaten in Europa gestärkt.