Die Bürger müssen die EU besser verstehen

Norderstedt (em) In seiner Antrittsrede vor dem Europaparlament sagte der neue Kommissions-Präsident der Union Jean-Claude Juncker, dass die Distanz zwischen der EU und den Bürgern wachse. „Wir befinden uns in permanenter Bringpflicht, um Europa besser zu verstehen“, so Juncker.

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker PHOTO © European Union

Vor Ort, zum Beispiel für die Kommunen Norderstedt, Henstedt-Ulzburg, Wakendorf II, Kisdorf, Nahe, Ammersbek, auch teilweise für Mitglieder aus Hamburg und Pinneberg und andere Regionen erfüllt die EUROPA-UNION Norderstedt die Bringpflicht zur Vertiefung des Verständnisses über die EU. „Sie ist die Brücke zwischen den Menschen in der Region der Norderstedter EUROPA-UNION und dem Geschehen in Brüssel“, so Manfred Ritzek, der Vorsitzende der EURPOPA-UNION Norderstedt. „Auch für uns vor Ort ist es interessant, einige Inhalte der Antrittsrede vom neuen Kommissionspräsidenten zu kennen“. So fordert er, die vielen jungen Arbeitslosen in der EU wieder in die Mitte des Lebens zu führen. „Die Kommission werde dafür bis Februar 2015 ein Wachstums-, Investitions- Wettbewerbsfähigkeits- und Arbeitspaket vorlegen, das in den nächsten drei Jahren 300 Milliarden Euro für Investitionen mobilisieren solle“, so Juncker.

Besonders Wert legte Juncker in seiner Rede auch auf Bürokratieabbau, Einhaltung des Subsidiaritätsprinzips und Mittelstandsförderung. Das Thema „Soziale Marktwirtschaft“ erfährt bei Juncker eine besondere Bedeutung. „Das ist besonders zu begrüßen, da zu oft das „Soziale“ vergessen wurde, so Ritzek. Juncker setzt sich für Wettbewerb ein, auch für Reformen als Wachstumsmotor, er wandte sich aber klar gegen jeden materialistischen Marktradikalismus. „Wettbewerbsfähigkeit erreicht man nicht mit Sozialabbau. Die Wirtschaft hat den Menschen zu dienen und nicht umgekehrt“, so der neue Kommissionspräsident. „Die „Soziale Marktwirtschaft“ hat nicht versagt, versagt haben diejenigen, die gegen deren Kardinaltugenden durch Profitgier, durch Geldgier und durch die Politik des schnellen Geldes verstoßen haben“, so Jean-Claude Juncker. „Wir dürfen gespannt sein auf den neuen Kommissionspräsidenten mit seinen klaren Bekenntnissen, der mit seinem perfekten Sprachkenntnissen Deutsch, Englisch und Französisch auch Feinheiten der Diskussionen bewerten kann“, so Ritzek abschließend.

von Manfred Ritzek

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