Norderstedt entdeckt Bulgarien neu

„Schon 6.500 Jahre vor unserer Zeitrechnung wurde das älteste Gold der Menschheit in Bulgarien gefunden“, das sagte der bulgarische Honorargeneralkonsul der Republik Bulgarien Gerd-Winand Imeyer in seinem Vortrag im vollbesetzten Restaurant Tanneneck bei der Europa-Union Norderstedt. Bulgarien ist ein altes Kulturland, mit großer Geschichte, aber auch mit vielen Entbehrungen, besonders in der Zeit der osmanischen Unterdrückung von fast 500 Jahren bis zum Jahre 1878.

Die Lasten von den letzten fast fünf Jahrzehnten kommunistischer Herrschaft werden von den Bulgaren in freiheitlich demokratische Strukturen gewandelt. „Das Land hat es nach 1990 geschafft, nicht nur ein anerkanntes und geschätztes Mitglied in der Nato seit 2004 und in der Europäischen Union seit 2007 zu werden, sondern es ist auch ein Stabilitätsanker im Balkan. Es ist die Drehscheibe für Europa, Asien und Afrika“, das betonte der bulgarische Honorargeneralkonsul Gerd-Winand Imeyer in seinem Vortrag bei der Europa-Union Norderstedt.

Bulgarien mit seinen fast acht Millionen Einwohnern ist mit der Aufnahme in die Europäische Union vor fast sechs Jahren neben Rumänien das jüngste EU-Mitglied. „Bei der Erwähnung beider Länder bekommt allerdings auch Bulgarien nicht immer nur positive Presseschlagzeilen“, so Manfred Ritzek, der Vorsitzende der Europa-Union Norderstedt. Aber Bulgarien macht große Fortschritte bei der Erfüllung der EU-Anforderungen. Es ist ein Land mit großer Geschichte, mit bemerkenswerter Kultur, mit herrlichen Landschaften, mit Sofia als eine sehr attraktive Hauptstadt und mit den ganzen Schätzen der Küste am Schwarzen Meer. „Die unmittelbare Nachbarschaft zu den Ländern Rumänien, Serbien, Kosovo, Mazedonien, Griechenland und der Türkei betrachtet das Land als große Chance und Herausforderung für die Entwicklung zu einem modernen EU-Staat“, so Ritzek.

Bulgarien ist heute ein Land mit absolut stabiler Struktur. Es ist nicht belastet durch die Finanzkrise, es hat, gemeinsam mit Estland, die geringste öffentliche Verschuldung und das niedrigste Haushaltsdefizit aller EU-Länder, bei allen Problemen, die dabei insbesondere für den Sozialhaushalt entstehen.

„Die Partnerschaft im Norden, für den ich konsularisch verantwortlich bin, lebt“, so Gerd-Winand Imeyer. Fast 15.000 Bulgaren werden heute vom Honorargeneralkonsul in den norddeutschen Bundesländern betreut, eine bulgarische Schule mit Wochenendunterricht wurde vor 10 Jahren in Hamburg gegründet wie auch eine bulgarisch orthodoxe Kirche gebaut.

Ein war begeisternder Abend für die Mitglieder der Europa-Union Norderstedt und für die Gäste. „Dass an diesem Abend eine große Zahl junger Leute Gasthörer waren, dass das 80-igste Mitglied in die Europa-Union Norderstedt eintrat und dass Gäste spontan den nächsten Urlaub in Bulgarien planen, ist der beste Beweis für eine hervorragende Veranstaltung, in der uns Bulgarien näher gebracht wurde“, so Ritzek abschließend.

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