OV Harrislee: Tagesfahrt zur "NordArt"

Auf der A7 kurz vor der Abfahrt Rendsburg-Büdelsdorf lockt schon das Hinweisschild "Kunstwerk Carlshütte". Dies war Ziel der Tagesfahrt im August des OV Harrislee. Jedes Jahr in den Sommermonaten öffnet hier die "NordArt" ihre Tore. Sie ist die größte Ausstellung zeitgenössischer Kunst in Europa.

Gleich am Eingang der NordArt erwartet Besucher das 10 Tonnen schwere Kunstwerk "Festmahl" eines chinesischen Künstlers. Foto: Europa-Union OV Harrislee.

250 Künstler aus 50 Ländern stellen ihre Werke aus. Die historischen Gebäude der früheren Ahlmann Eisenwerke geben dieser Ausstellung einen ganz besonderen Rahmen, und das mit einer Ausstellungsfläche von 22 000m². Hinzu kommt ein 80.000m² großer Skulpturenpark. 

Eine junge Künstlerin führte uns durch die Ausstellung und mit ihren Erläuterungen bekamen wir einen ersten Zugang zu einer Auswahl von Werken. Wir staunten über die Kreativität in der Auswahl der Materialien. Ob Malerei, Bildhauerei, Installation oder Fotografie, alle Kunstrichtungen sind vertreten. Gleich am Eingang erwartet uns das 10 Tonnen schwere Kunstwerk "Festmahl" eines chinesischen Künstlers. Elf tafelnde Schweine, deren Gesichter und Pose alle Facetten menschlichen Verhaltens zeigen, lassen uns an Animal Farm denken. 

Wir erfahren, dass jedes Jahr zehn ausgewählte Künstler zu einem Symposium eingeladen werden. Sie bekommen bei freier Kost und Logis Materialien, z. B. Marmor aus Carrara zur Verfügung gestellt und erschaffen Skulpturen, die dann im Park ausgestellt werden. Unter allen Künstlern der Ausstellung wird der Nordartpreis in Höhe von 10 000€ verliehen und es gibt zusätzlich einen Publikumspreis über 1000 €. Die Besucher können eine Wertung abgeben.

Im Skulpturenpark lädt uns ein Café mit lauschigen von Buchenhecken umrahmten Außenplätzen bei hochsommerlichem Wetter zum Mittagessen und Kaffee trinken ein. Service und Qualität finden unser Gefallen.

Am Nachmittag schlendern wir durch die riesige Parkanlage und besichtigen die vielen Skulpturen. Wir alle sind von der Größe der Ausstellung beeindruckt. Man sollte auf jeden Fall einen ganzen Tag für die Besichtigung einplanen. Und wir sind uns einig, hier müssen wir im nächsten Jahr wieder hin.

Marion Rüter

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