Die Mitglieder der Europa-Union Schleswig-Holstein sind am Samstag, den 15. August 2026, zu ihrer diesjährigen Landesversammlung im Akademiezentrum Sankelmark bei Flensburg zusammengekommen. Bei den Vorstandswahlen sprachen sie Stefan Studt erneut das Vertrauen aus und bestätigten ihn mit großer Mehrheit als Landesvorsitzenden.
Gemeinsam mit dem neu gewählten Landesvorstand wird Studt die Arbeit des Verbandes in den kommenden zwei Jahren fortführen. Im Mittelpunkt stehen dabei insbesondere die Stärkung des eigenen Verbandes, die politische Bildungsarbeit in Schleswig-Holstein sowie der Dialog über aktuelle europapolitische Herausforderungen.
Einen inhaltlichen Schwerpunkt der Landesversammlung bildete die Frage nach der Sicherheit und gesellschaftlichen Widerstandsfähigkeit Europas. Dr. Eva-Clarita Pettai beleuchtete in ihrem Vortrag „Estland, Lettland, Litauen – Von der Angst zur Resilienz“ die Entwicklung der baltischen Staaten seit dem russischen Angriff auf die Ukraine. Dabei ging sie insbesondere der Frage nach, welchen Beitrag Sprach-, Bildungs- und Erinnerungspolitik zur Stärkung der gesellschaftlichen Resilienz leisten können.
Ein weiterer besonderer Moment der Landesversammlung war die Ehrung von Bärbel Kowalke für ihr langjähriges Engagement. Mit ihrem Einsatz steht sie beispielhaft für die vielen ehrenamtlich Aktiven, die die Arbeit der Europa-Union Schleswig-Holstein tragen und die europäische Idee vor Ort mit Leben füllen.
Bereits am Vortag hatte sich die Europa-Union intensiv mit der eigenen Zukunft beschäftigt. Am 14. August 2026 fand in Sankelmark das Verbandsseminar „Zukunftswerkstatt“ statt. Mit Impulsen der Schutzengel GmbH entwickelten die Teilnehmenden gemeinsam Ideen für die zukünftige Verbandsarbeit. Im Mittelpunkt standen unter anderem die Mitgliederbetreuung, die Sichtbarkeit der Europa-Union, das Selbstverständnis des Verbandes sowie neue Möglichkeiten für ehrenamtliches Engagement und die Vorstandsarbeit.
Die Ergebnisse der Zukunftswerkstatt sollen nun in die weitere Arbeit einfließen und in den kommenden Monaten in der Praxis erprobt werden.