Die Landesregierung von Schleswig-Holstein sehe die jüngsten Vorschläge der Europäischen Kommission zur Zukunft des EU-Haushalts 2028-2034 daher kritisch. Die geplante Zentralisierung der Entscheidung über Fördermittel in Brüssel und Berlin würde dazu führen, dass nicht mehr vor Ort entschieden werden könne, welches Projekt am sinnvollsten sei. „Weil Kommunen und Landkreise näher an den Menschen sind als Brüssel, wäre dies auch ein großer Schlag gegen die Sichtbarkeit von Europa vor Ort.“, so Benett-Sturies.
Weit in die Zukunft blickt ein Beschluss der Europa-Union Kiel zur „Europäischen Kulturhauptstadt“. Im Jahr 2032 wird eine dänische Stadt Träger des Titels Kulturhauptstadt Europas sein. In dem beschlossenen Antrag an den Landesverband der Europa Union Schleswig-Holstein soll die Landesregierung aufgefordert werden jetzt zu prüfen, ob in Zusammenarbeit mit den Städten Flensburg, Kiel und Lübeck eine Co-Bewerbung dieser Städte und Regionen mit der jeweiligen Nachbarregion an den Land- und Seegrenzen zu Dänemark angestrebt werden kann.
Nach über 40 Jahren wurde auch der Wechsel an der Spitze der Europa-Union Kiel vollzogen. Hans Peter Mallkowsky löst den langjährigen Kreisvorsitzenden Wilfried Saust ab. Mallkowsky dankte in seiner Rede Saust für seine lange Arbeit mit den Worten: „Du warst eine ganze Generation lang in Kiel, in Schleswig-Holstein, aber auch auf Bundesebene ein Kämpfer für Europa – sozusagen ein friedlicher Eurofighter.“
In seiner Antrittsrede kündigte Mallkowsky an, dass der neue Kreisvorstand zukünftig drei Schwerpunkte haben werde: Offenheit für neue Ideen, attraktive Angebote für Mitglieder und Interessierte sowie eine Verjüngung der Mitgliederstruktur. Dazu werde eine Mitgliederbefragung durchgeführt, so Mallkowsky.