Scheitert die Europäische Union an der Flüchtlingsfrage?

Die Europa-Union Tarp lud zur Diskussionsrunde mit Dr. Reiner Pelka zum Frühschoppen ins Tarper Bürgerhaus ein.

Der Referent Dr. Reiner Pelka, Foto: EUSH, Gerhard Beuck

Diese Frage stand im Mittelpunkt eines von der Tarper Europa-Union im Tarper Bürgerhaus veranstalteten Frühschoppens. Die Antwort des Referenten Dr. Rainer Pelka lautete: Nein. Dennoch befinde sich die Europäische Union in einer schwierigen Krise, überwiegend von den politischen Eliten selbst verschuldet. Sowohl die Einführung des Euro als auch die Beitritte weitere EU- Mitglieder hätten sorgfältiger geprüft werden müssen. Oft hätten politische Zwänge das Handeln beeinflusst, ohne die nationalen Bedenken zu berücksichtigen. Übereilte Entscheidungen hätten Milliarden-Verluste beschert und die Solidarität innerhalb Europas erschwert. Dies gelte auch für die Flüchtlingsfrage. Deutschland hätte sein Vorgehen im Vorfeld mit der EU abstimmen müssen. Eine Rückkehr zur Kleinstaaterei würde weitere Risiken bescheren und den Frieden gefährden, so Pelka. Ablehnungstendenzen in einigen Mitgliedstaaten würden den europäischen Einigungsprozess erschüttern und neue Strategien erfordern. „Zeit zum Handeln für eine Reform der EU ist das Gebot der Stunde“, so der Referent, wolle man die Europäische Union stärken. Eine rege Diskussion schloss sich diesem Referat an.

Gerhard Beuck

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